VDA 275 – Bestimmung der Formaldehydabgabe

Lassen Sie Ihre Materialien normkonform prüfen

Anwendungsbereich

Die VDA 275 beschreibt ein Prüfverfahren zur Bestimmung der Formaldehydabgabe aus Formteilen und Materialien für den Fahrzeuginnenraum. Die aktuelle Ausgabe VDA 275 (07/2025) basiert auf der modifizierten Flaschenmethode und beinhaltet zwei Verfahrensvarianten (Ausführung A und B).

Formaldehyd kann aus unterschiedlichen Werkstoffen und Bauteilen freigesetzt werden und ist daher ein wichtiger Parameter zur Bewertung der Innenraumluftqualität im Fahrzeug. Mit der Prüfung nach VDA 275 kann die abgegebene Formaldehydmenge aus Materialien unter definierten Prüfbedingungen bestimmt und bewertet werden.

Prüfumfang

Bei der Prüfung wird eine definierte Materialprobe in einem verschlossenen Prüfsystem mit Wasser beaufschlagt. Das aus dem Material freigesetzte Formaldehyd wird während der Prüfzeit aufgenommen und anschließend quantitativ analysiert.

Die VDA 275 ermöglicht die Bestimmung der Formaldehydabgabe über zwei analytische Ausführungen:

Verfahren A – HPLC-Analytik
Die Bestimmung erfolgt nach Derivatisierung mit DNPH mittels Hochleistungsflüssigkeitschromatographie (HPLC). Die Methode ermöglicht eine spezifische und empfindliche quantitative Analyse.

Verfahren B – UV/Vis-Spektroskopie
Das freigesetzte Formaldehyd wird nach Derivatisierung mit Acetylaceton photometrisch mittels UV/Vis-Spektroskopie bestimmt.

Unsere Leistungen

  • VDA 275 Verfahren A mittels HPLC-Analytik
  • VDA 275 Verfahren B mittels UV/Vis-Spektroskopie

Durch die Auswahl des geeigneten Verfahrens können unterschiedliche Kundenanforderungen, Materialspezifikationen und Prüfanforderungen berücksichtigt werden.

Typische Prüfmaterialien

Die VDA 275 wird unter anderem für folgende Materialien und Bauteile eingesetzt:

  • Kunststoffformteile für den Fahrzeuginnenraum
  • Textilien und Vliese
  • Verbundwerkstoffe
  • Beschichtete Materialien
  • Bauteile mit formaldehydhaltigen Bindemitteln oder Harzsystemen

Geprüfte Fachkompetenz

  • Akkreditiertes Prüflabor nach DIN EN ISO/IEC 17025
  • Schnelle Durchlaufzeiten und persönliche Beratung
  • Unterstützung bei Materialfreigabe nach OEM-Anforderungen
  • Schnelle Bearbeitungszeiten und persönliche Beratung

Häufig gestellte Fragen

Die VDA 275 bestimmt die Menge an Formaldehyd, die aus einem Material oder Formteil unter definierten Prüfbedingungen freigesetzt wird. Die Prüfung dient der Bewertung von Werkstoffen hinsichtlich ihrer Formaldehydemissionen.
Die aktuelle VDA 275 (07/2025) beschreibt zwei Ausführungen. Die analytische Bestimmung kann mittels UV/Vis-Spektroskopie (Verfahren B) oder mittels HPLC-Analyse (Verfahren A) erfolgen.
Verfahren A mittels HPLC ermöglicht eine spezifische Bestimmung und vermeidet mögliche Störungen durch Acetaldehyd und gegebenenfalls weitere leichtflüchtige Aldehyde. Verfahren B mittels UV/Vis-Spektroskopie ist kostengünstiger. Gerne beraten wir Sie, ob bei Ihrer Probe mit Störungen durch weitere Aldehyde zu rechnen ist.

Ihr Ansprechpartner

Dr. André Muthig

Dr. André Muthig

Chemiker