VDA 270 – Bestimmung des Geruchsverhaltens

Lassen Sie Ihre Materialien normkonform prüfen

Anwendungsbereich

Die VDA 270 basiert auf dem Verfahren zur die sensorische Bewertung des Geruchsverhaltens von Kfz-Innenraummaterialien. Unangenehme Gerüche aus Kunststoffen, Klebstoffen und Textilien können die Kundenzufriedenheit erheblich beeinträchtigen.

Prüfumfang

Proben werden in einem geschlossenen Glasgefäß bei definierter Temperatur (typisch 80 °C) für 2 Stunden gelagert. Anschließend bewertet ein geschultes Prüferpanel den Geruch.Bewertungsskala (VDA 270):• Note 1: nicht wahrnehmbar• Note 2: wahrnehmbar, nicht störend• Note 3: deutlich wahrnehmbar, aber noch nicht unangenehm• Note 4: störend• Note 5: stark störend• Note 6: unerträglichDie meisten OEMs fordern Note ≤ 3.

Typische Prüfmaterialien

• Kunststoffe und Compounds• Klebstoffe und Dichtstoffe• Textilien und Vliesstoffe• Leder und Kunstleder• Schaumstoffe und Polster• Beschichtungen und Lacke

Geprüfte Fachkompetenz

  • Akkreditiertes Prüflabor nach DIN EN ISO/IEC 17025
  • Schnelle Durchlaufzeiten und persönliche Beratung
  • Unterstützung bei Materialfreigabe nach OEM-Anforderungen
  • Schnelle Bearbeitungszeiten und persönliche Beratung

Häufig gestellte Fragen

Durch ein geschultes Prüferpanel (mindestens 3 Personen) nach einer Notenskala von 1 (geruchlos) bis 6 (unerträglich). Die Proben werden bei 80 °C in geschlossenen Gefäßen konditioniert und direkt nach dem Öffnen bewertet.
Die meisten Automobilhersteller fordern Note ≤ 3 (deutlich wahrnehmbar, aber nicht unangenehm). Für Premium-Fahrzeuge und Neuwagenauslieferung werden teilweise strengere Anforderungen (Note ≤ 2) gestellt.
Ja, ergänzend zur sensorischen Bewertung werden häufig VOC-Analysen per GC-MS (z. B. VDA 278) durchgeführt. Diese identifizieren die geruchsverursachenden Substanzen und deren Konzentration, ersetzen aber nicht die sensorische Bewertung.
Die VDA 270 ist primär für die Automobilindustrie entwickelt worden und wird von allen großen OEMs wie BMW, Mercedes-Benz, Volkswagen und Audi gefordert. Darüber hinaus wird die Norm auch in der Zulieferindustrie, bei Kunststoffherstellern, Textilproduzenten und Klebstofflieferanten angewendet, die Materialien für den Fahrzeuginnenraum herstellen.

Ihr Ansprechpartner

Christopher Wolf

Christopher Wolf

Spezialist Automotive-Prüfung