PV 3925 – Bestimmung der Formaldehydabgabe

Lassen Sie Ihre Materialien normkonform prüfen

Anwendungsbereich

Die PV 3925 beschreibt ein Prüfverfahren zur Bestimmung der Formaldehydabgabe aus Formteilen und Materialien für den Fahrzeuginnenraum. Die aktuelle Ausgabe PV 3925 (Ausgabe 2021-01) basiert auf der modifizierten Flaschenmethode und beinhaltet zwei Verfahrensvarianten (Ausführung A und B).

Formaldehyd kann aus unterschiedlichen Werkstoffen und Bauteilen freigesetzt werden und ist daher ein wichtiger Parameter zur Bewertung der Innenraumluftqualität im Fahrzeug. Mit der Prüfung nach PV 3925 kann die abgegebene Formaldehydmenge unter definierten Prüfbedingungen bestimmt und bewertet werden.

Prüfumfang

Bei der Prüfung wird eine definierte Materialprobe in einem verschlossenen Prüfsystem mit Wasser beaufschlagt. Das freigesetzte Formaldehyd wird während der Prüfzeit aufgenommen und anschließend quantitativ analysiert.

Ausführung A – HPLC-Analytik
Die Bestimmung erfolgt nach Derivatisierung mit DNPH mittels Hochleistungsflüssigkeitschromatographie (HPLC). Dieses Verfahren ermöglicht eine spezifische und empfindliche quantitative Analyse.

Ausführung B – UV/Vis-Spektroskopie
Das freigesetzte Formaldehyd wird nach Derivatisierung mit Acetylaceton photometrisch mittels UV/Vis-Spektroskopie bestimmt.

Unsere Leistungen

  • PV 3925 Verfahren A mittels HPLC-Analytik
  • PV 3925 Verfahren B mittels UV/Vis-Spektroskopie

Typische Prüfmaterialien

  • Kunststoffformteile für den Fahrzeuginnenraum
  • Textilien und Vliese
  • Verbundwerkstoffe
  • Beschichtete Materialien
  • Bauteile mit formaldehydhaltigen Bindemitteln oder Harzsystemen

Geprüfte Fachkompetenz

  • Akkreditiertes Prüflabor nach DIN EN ISO/IEC 17025
  • Schnelle Durchlaufzeiten und persönliche Beratung
  • Unterstützung bei Materialfreigabe nach OEM-Anforderungen
  • Schnelle Bearbeitungszeiten und persönliche Beratung

Häufig gestellte Fragen

Die PV 3925 bestimmt die Menge an Formaldehyd, die aus einem Material oder Formteil unter definierten Prüfbedingungen freigesetzt wird. Die Prüfung dient der Bewertung von Werkstoffen hinsichtlich ihrer Formaldehydemissionen.
Die PV 3925 beschreibt zwei Ausführungen. Die analytische Bestimmung kann mittels HPLC-Analytik (Verfahren A) oder UV/Vis-Spektroskopie (Verfahren B) erfolgen.
Verfahren A mittels HPLC ermöglicht eine spezifische Bestimmung und vermeidet mögliche Störungen durch Acetaldehyd und gegebenenfalls weitere leichtflüchtige Aldehyde. Verfahren B mittels UV/Vis-Spektroskopie ist kostengünstiger. Gerne beraten wir Sie, ob bei Ihrer Probe mit Störungen durch weitere Aldehyde zu rechnen ist.

Ihr Ansprechpartner

Christopher Wolf

Christopher Wolf

Spezialist Automotive-Prüfung