AA-0061 – Formaldehyd-Emission mit HPLC

Lassen Sie Ihre Materialien normkonform prüfen

Anwendungsbereich

Die BMW AA-0061 dient der Bewertung von Formaldehyd-Emissionen aus Materialien und Komponenten für den Fahrzeuginnenraum. Formaldehyd gehört zu den flüchtigen Aldehyden und kann die Innenraumluft sowie den Fahrkomfort beeinflussen. Daher verlangen viele Automobilhersteller eine Prüfung im Rahmen ihrer Materialfreigabe. Die Norm eignet sich insbesondere für Entwicklungs-, Freigabe- und Qualitätsprüfungen von Innenraummaterialien.

Prüfumfang

Bei der Prüfung wird das freigesetzte Formaldehyd unter definierten Bedingungen erfasst und anschließend mittels HPLC (High Performance Liquid Chromatography) analysiert. Durch die chromatographische Trennung und Quantifizierung lassen sich auch geringe Emissionen sicher bestimmen. Die Ergebnisse werden als Formaldehydgehalt bzw. Formaldehyd-Emission entsprechend den Vorgaben der BMW-Prüfvorschrift dokumentiert.

Typische Prüfmaterialien

Die Prüfung eignet sich unter anderem für:

  • Kunststoffe und Compounds
  • Textilien und Vliesstoffe
  • Schaumstoffe
  • Leder und Kunstleder
  • Klebstoffe und Dichtstoffe
  • Lacke und Beschichtungen
  • Dekor- und Verkleidungsmaterialien
  • Formteile und komplette Bauteile

Geprüfte Fachkompetenz

  • Akkreditiertes Prüflabor nach DIN EN ISO/IEC 17025
  • Schnelle Durchlaufzeiten und persönliche Beratung
  • Unterstützung bei Materialfreigabe nach OEM-Anforderungen
  • Schnelle Bearbeitungszeiten und persönliche Beratung

Häufig gestellte Fragen

Die BMW AA-0061 dient vor allem der Bestimmung der Formaldehyd-Emission, sowie ferner der Emission von Acetaldehyd. Im Gegensatz zu VOC-Prüfungen werden keine gesamten flüchtigen organischen Verbindungen analysiert.
Die Norm eignet sich für nahezu alle nichtmetallischen Materialien im Fahrzeuginnenraum, beispielsweise Kunststoffe, Schäume, Textilien, Leder, Klebstoffe oder beschichtete Oberflächen.
Formaldehyd kann aus verschiedenen Werkstoffen freigesetzt werden und die Luftqualität im Fahrzeug beeinflussen. Viele Fahrzeughersteller definieren deshalb Grenzwerte für Materialien und Bauteile.
Nach der Probenvorbereitung wird das freigesetzte Formaldehyd chemisch umgesetzt und anschließend mittels Hochleistungsflüssigkeitschromatographie (HPLC) quantitativ bestimmt. Dieses Verfahren bietet eine hohe Empfindlichkeit und Reproduzierbarkeit.
Kurz: nur wenig. Beide Verfahren befassen sich mit Formaldehyd, unterscheiden sich jedoch hinsichtlich Prüfvorschrift, Probenvorbereitung und den spezifischen Anforderungen der jeweiligen Automobilhersteller. AA-0061 ist eine BMW-interne Prüfvorschrift.
Zur Prüfung sollen die Bauteile laut AA-0061 auf 40 mm x 100 mm Prüfkörper geschnitten werden. Zur Testung großer Komponenten oder ganzer Baugruppen, die über die genannten Maße hinausgehen, und die zur Testung nicht verändert werden sollen, kommen eher Kammerprüfungen in Frage.

Ihr Ansprechpartner

Dr. André Muthig

Dr. André Muthig

Chemiker